Die
konzertierte Bürgerbewegung (KBW) für Lülsdorf, Ranzel und Langel
- besteht bereits seit 14 Monaten
- hat ca. 1.500 Mitglieder
- beobachtet genau die Aktivitäten zum Hochwasserschutz der Städte
Köln und Niederkassel
- befaßt sich kritisch mit den Planungen zum Retentionsbecken
- bevorzugt den sachlichen und informativen Umgang mit den Verantwortlichen
für das Retentionsbecken und den Hochwasserschutz
- ist politisch unabhängig und neutral
- braucht aber die Politik zur Umsetzung ihrer Vorstellungen
- hat ein Konzept zur Planung und Ausführung des Retentionsbecken und
des Hochwasserschutzes
- hat dieses Konzept
- den Verantwortlichen in Rat und Verwaltung der Stadt Niederkassel
Herrn Regierungspräsident Dr. F. J. Antwerpes persönlich
dem Tiefbaudezernenten der Stadt Köln, Herrn Hubertus Oelmann vorgestellt
wird dieses Konzept auch der Bezirksvertretung in Köln - Porz vorstellen
hat mit diesem Konzept bisher guten Anklang gefunden.
Das Konzept der KBW:
- Schutz vor 200-jährigem Hochwasser im Langeler Bogen
- Beibehaltung des bisherigen Dammes in bisheriger Höhe als erste Hochwasserschutzzone
- Erforderliches Retentionsbecken so klein und so weit wie möglich
von der Wohnbebauung entfernt
- Topographie der Landschaft bei der Beckenplanung- und Ausführung
berücksichtigen
- Keine Verschlechterung der bisherigen Grundwassersituation; auch
über 11 m Kölner Pegel hinaus
- Schaffung von Abflußgräben und Schöpfwerken oder anderen Maßnahmen
zur Regulierung des Grundwasserspiegels
- Auslegung des neuen Dammes in der Technik "Rüttelschmalwand"
Das Konzept der KBW beruht auf der Erkenntnis, daß ein wirksamer Hochwasserschutz
für morgen nur mit den Erfahrungen und Kenntnissen von heute erreicht werden
kann. Dies bedingt die Erfassung aller notwendigen Daten und Informationen
zur Hochwasser - und Umweltsituation und deren Prognose für die nähere Zukunft.
Mit den Möglichkeiten der heutigen Technik gilt es, einen zukunftsweisenden
Hochwasserschutz zu errichten, der auch für die nachfolgenden Generationen
dauerhaften Schutz vor Hochwasser gewährleistet.
Fakten zu der heutigen Hochwassersituation:
- Nach den jüngsten Erkenntnissen ist ein 200jähriges Hochwasser
nicht mit absoluter Sicherheit auszuschließen.
- Durch den erhöhten Hochwasserschutz der Unterlieger ist zukünftig
mit schneller ansteigenden und höheren Hochwässern zu rechnen.
- Kann das 200jährige Hochwasser nicht ausgeschlossen werden,
so ist der absolute Schutz davor logisch und im Sinne unserer Kinder
unbedingt erforderlich
- Ein Schutz besonders im Langeler Bogen ist erforderlich, weil
sich um uns herum große chemische Fabriken mit all ihren Gefahren
befinden:
- Lülsdorf im Ernstfall von Wasser umschlossen wäre und
so zu einer Insel würde (so war es auch zu früheren Zeiten)
- Im Langeler Bogen noch etliche Altlastenbereiche erhebliche Gefahren
in sich bergen
- besonders der Altlastenbereich der ehemaligen Feldmühledeponie
(Porzer Straße) als sehr gefährlich einzustufen ist
- weil das Grundwassereinzugsgebiet zur Trinkwassergewinnung in
unmittelbarer Nähe zum Überflutungsgebiet liegt
Einige Fakten zum Retentionsbecken:
-
Die Erweiterung des Hochwasserschutzes über den derzeitigen Istzustand
hinaus verlangt gesetzlich die Bereitstellung von zusätzlicher Ausgleichsfläche
um das verdrängte Hochwasser aufzunehmen (Retentionsraum).
-
Wenn wir also 200jährigen Hochwasserschutz wollen, müssen wir auch
Ausgleichsfläche auf Niederkasseler (und Kölner) Gebiet zur Verfügung
stellen.
-
Um den 200jährigen Hochwasserschutz in Rheidt problemminimiert zu
ermöglichen, ist die Ausgleichsfläche dafür im Langeler Bogen ausgewiesen.
-
Der Ausweis der Ausgleichsflächen für den Kölner Hochwasserschutz
erfolgt u.a. auch im Langeler Bogen
-
In Köln wird bereits laut darüber nachgedacht, aus Kostengründen
den Bau eines Retentionsbecken und neuen Dammes im Langeler Bogen
ganz zu unterlassen. Dadurch stünde im Ernstfall Köln der größt mögliche
Retentionsraum im Langeler Bogen zur Verfügung indem ab 11 Meter Kölner
Pegel alles samt großen Teilen der Wohnbebauung überschwemmt werden
könnte.
Was
hat die KBW seit der Gründung erreicht?
-
Beschluß des Rates der Stadt Niederkassel am 17. Juli 1997:
keine Verschlechterung der bisherigen Grundwassersituation
-
Beschluß der Bezirksvertretung Köln - Porz am 8. Januar
1998, einen Retentionsraum so zu errichten, daß Schäden
durch den zu erwartenden Grundwasseranstieg an der angrenzenden Bebauung
verhindert werden. Hierzu sind alle technisch möglichen Maßnahmen
zu ergreifen.
-
Ratsbeschluß der Stadt Köln im April 1998 als Übernahme
des Beschlusses der Bezirksregierung Köln - Porz
-
Gespräche mit Rat und Verwaltung der Stadt Niederkassel sowie
den ausführenden Ingenieurbüros über die weitere Vorgehensweise.
Die Erstellung neuer Grundwassermodelle und genauerer Messungen wurde
vereinbart. Dabei entdeckte die KBW, daß der Machbarkeitsstudie
falsches Kartenmaterial mit falschen Grundwasserverläufen beigefügt
waren. Das Kartenmaterial wurde daraufhin berichtigt.
-
Gespräche mit Bundes- und Landtagsabgeordneten von CDU, SPD
und Bündnis 90/Die Grünen.
-
Vorstellung des KBW - Konzeptes bei Stadtdirektor Haverkamp, Bürgermeister
Esser und dem 1. Beigeordneten Schlimbach
-
Vorstellung des KBW - Konzeptes am 8. Mai 1998 bei Regierungspräsident
F. J. Antwerpes mit dem Ergebnis, daß der RP den geplanten,
nahe der Bebauung verlaufenden Deichs noch einmal überdenken
wird. Das vorhandene, offensichtlich ungenaue Kartenmaterial wird
derzeit durch satellitengestützte Vermessungen im Langeler Bogen
überarbeitet. Die KBW wird das fertige Kartenmaterial erhalten.
-
Vorstellung des KBW - Konzeptes am 8. Juni 1998 beim zuständigen
Beigeordneten der Stadt Köln, Herrn H. Oelmann, mit dem Ergebnis,
daß sich Herr Oelmann persönlich mit den beratenden Ingenieuren
vor Ort ein Bild der Lage machen wird und sich nunmehr nicht allein
auf das bisherige Kartenmaterial stützen wird.
Wie geht es weiter?
Die KBW wird weiterhin die Entwicklung des Hochwasserschutzes und Retentionsbeckens
zeitnah verfolgen und dabei rechtzeitig sachlich konstruktive Ideen und
Anstöße bei den Entscheidungsträgern vorbringen.
Die KBW wird auch künftig ihrer Linie als solide, sachlich konstruktive
und polemikfreie Bewegung treu bleiben.
Wir werden stets das Gespräch suchen und finden, damit für alle Anwohner
des Langeler Bogens trotz des geplanten Beckens keine Verschlechterung
der gegenwärtigen Situation eintritt, zusätzlich aber auch der notwendige
Hochwasserschutz erreicht wird.
Das Motto der KBW lautet:
Lieber miteinander reden als gegeneinander streiten!
Wenn man miteinander redet, erreicht man Lösungen, streitet man, muß einer
immer klein beigeben oder zu Kreuze kriechen.
|